Was macht den Minijob zu einem „normalen“ Arbeitsverhältnis?

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Unter einem „normalen“ Arbeitsverhältnis stellen sich die meisten sicher einen Job vor mit Arbeitsvertrag, Urlaub und allem, was dazu gehört. Das gilt auch für Minijobs. Minijobber genießen zum Beispiel Kündigungsschutz, haben Anspruch auf Urlaub oder auf ein Arbeitszeugnis. Denn arbeitsrechtlich gesehen sind Minijobber reguläre Arbeitnehmer. Erfahre hier, was das bedeutet und welche Rechte du bei einem Minijob hast. 

Kündigungsschutz im Minijob

Du darfst als Minijobber nicht von heute auf morgen ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes gekündigt werden. Wie für Arbeitnehmer, die in Vollzeit fest angestellt in einem Unternehmen arbeiten, gilt auch für dich ein Kündigungsschutz. Das heißt, sowohl dein Arbeitgeber als auch du könnt den Arbeitsvertrag mit einer Frist von 4 Wochen kündigen, entweder zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Und je länger du als Minijobber in einem Betrieb dort arbeitest, desto länger wird die Kündigungsfrist – genau wie in jeder regulären Festanstellung.

Du kannst Urlaub nehmen

Als Minijobber hast du Anspruch auf Urlaub! Wie viele Tage du dir frei nehmen kannst, berechnet sich nach deinen Arbeitstagen

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Verdienst auch an Feiertagen

Einer deiner festen Arbeitstage fällt auf einen gesetzlichen Feiertag? Dann erhältst du trotzdem deinen Verdienst! Dafür ist es wichtig, dass du mit deinen Arbeitgebern genaue Wochenarbeitstage festlegst. 

Von der schriftlichen Vereinbarung bis zum Arbeitsvertrag 

Du bekommst von deinem Arbeitgeber innerhalb eines Monats nach Beschäftigungsbeginn einen schriftlichen Nachweis über die Beschäftigungsbedingungen. In diesem Dokument finden sich dann auch die Informationen zur Tätigkeit, zum Verdienst, zum Urlaub und die Kündigungsfristen. Ihr könnt auch einen Arbeitsvertragabschließen. 

Arbeitsrechtlich bist du ein Arbeitnehmer 

Arbeitsrechtlich sind Minijobber Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und haben die gleichen Rechte und Pflichten. Minijobber dürfen nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare Arbeitnehmer, die vollbeschäftigt arbeiten. Es gilt grundsätzlich das gleiche Arbeitsrecht für Minijobber und vollbeschäftigte Arbeitnehmer.

Du erhältst ein Arbeitszeugnis

Du hast als Minijobber Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. In einem Arbeitszeugnis bewertet dein Arbeitgeber dein Fachwissen, deine Arbeitsqualität, deine sozialen Kompetenzen und mehr. Wenn du dich auf deinen nächsten Job bewirbst, kannst du mit deiner Erfahrung punkten. Ein Muster findest du bei der Minijob Zentrale.

Du bist neugierig geworden? Falls du einen Minijob als Haushaltshilfe suchst, findest du auf der Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale passende Stellen.

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Carina Reuter
Carina Reuter
3 Monate zuvor

Hallo,
ich habe Urlaubsanspruch 18 Tage ,arbeite 2x wöchentlich 4 Std. Mo und Do.
wie muss ich bei der Urlaubsplanung den Urlaub richtig beantragen ?
Dieses Jahr aus meiner Sicht unlogisch musste ich die Tage am Stück eintragen ,also wenn ich 2 Wochen frei haben wollte ,waren das 10 Tage, obwohl Mo und Do ja nur 4 Tage in 2 Wochen ,die ich nicht verfügbar war für den AG ?
Müßte ich nicht ,sofern ich Urlaub beantrage ,diese Tage wirklich auf den Mo und Do als Einzeltage beantragen, wäre dann aber diese ganze Woche nicht verfügbar für den AG ???
Aus meiner Sicht letzteres richtig ,denn sonst verfügt der AG ja das ganze Jahr mehr oder weniger über meine Zeit, indem er mich dann einteilen kann, wann er will ?
Noch dazu bin ich in ALG 1 Bezug, Minijob als Hinzuverdienst angerechnet ,also kann ein AG doch nicht so frei heraus verfügen?
Vielleicht kann mir da jemand Aufklärung geben, es ist mein erster Minijob !
Im Vertrag stehen 8 Std. wöchentlich an 2 Tagen ,tatsächlich arbeite ich immer Mo und Do, selbst an Feiertagen (so diese auf Mo oder DO) fallen, werde ich auf anderen Tag eingeteilt…mit der Begründung, man würde ja aufs ganze Jahr gesehen planen.
Bin bestimmt immer kooperativ, doch hier stimmt etwas nicht meiner Meinung nach?!

VG Carina

Willi Zimmermann
Willi Zimmermann
5 Monate zuvor

(2) Teilzeitbeschäftigt ist auch ein Arbeitnehmer, der eine geringfügige Beschäftigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch ausübt.
Meine Empfehlung: In Ihren Beiträgen sollte auch auf die gesetzlichen Grundlagen eingegangen und diese genannt werden. Der von mir oben zitierte § 2 Abs.2. des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) sagt es in einem Satz.
Um die Sache abzurunden wäre der Hinweis auf § 8 Abs.1 Nr. 1 SGB IV der die normale geringfügige Beschäftigung definiert (450,–€ Regelung) und der Hinweis auf den § 8 Abs.1.Nr.2 SGB IV hilfreich. Arbeitet man nun die Unterschiede heraus, wird klar, dass der 450,–€ Jobber Teilzeitbeschäftigter ist und daraus alle von Ihnen aufgezählten Rechte und Pflichten hat, der kurzfristig Beschäftigte im Sinne von Abs.1 Nr. 2 aber nicht.

Petra Paul
Petra Paul
5 Monate zuvor

Wissen möchte ich gerne noch, ob ich meinen Jahres-Urlaub auch als Minijobber bis März des folgenden Jahres genommen haben muss. VG

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