Minijob Bonuszahlung: Corona-Prämie bis März 2022 verlängert

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Minijobber und Arbeitgeber haben Grund zum Aufatmen: Nach einem Einbruch während des Corona-bedingten Lockdowns gibt es inzwischen wieder deutlich mehr 450 Euro-Jobs. Viele Minijobber tragen zudem einerseits zur Pandemiebekämpfung und andererseits zum öffentlichen Leben nach dem Lockdown bei: Als Reinigungskräfte helfen sie, Hygienepläne umzusetzen, und in der Gastronomie sind sie unverzichtbar, um diesen Wirtschaftsbereich wieder anzukurbeln. Auch an vielen Impfstationen unterstützen Minijobber.

Arbeitgeber können diesen Einsatz unter erschwerten Bedingungen durch eine Bonuszahlung belohnen. Dafür hat die Bundesregierung im Jahr 2020 die Corona-Prämie ins Leben gerufen. Die Frist dafür wurde nun bis zum 31. März 2022 verlängert. Arbeitnehmer in allen Branchen können die Zahlung erhalten – auch Minijobber und Minijobberinnen.

Wie funktioniert die Bonuszahlung?

Das Wichtigste zuerst: Die Prämie ist freiwillig. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen entscheiden, ob und in welcher Höhe sie überweisen. Bis zu 1.500 Euro sind möglich – auch in mehreren Teilzahlungen, solange sie insgesamt nicht über dem Maximalbetrag liegen. Alternativ kann die Prämie kann auch aus Sachleistungen wie Gutscheinen bestehen.

Ganz wichtig: Der Arbeitgeber darf die Prämie nicht nutzen, um Mehrarbeit einzufordern und von dir  erwarten, dass du für die Bonuszahlung mehr Stunden arbeitest. Auch bestehende Überstunden dürfen damit nicht abgegolten werden. Und die Prämie darf auch keine anderen Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld ersetzen.

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Gefährdet die Bonuszahlung die 450 Euro-Verdienstgrenze?

Falls du nun denkst „Moment mal, wenn ich durch die Prämie insgesamt mehr als 450 Euro pro Monat verdiene, habe ich doch keinen Minijob mehr!“, dann haben wir gute Nachrichten: Die Bonuszahlung beeinflusst die monatliche 450 Euro Verdienstgrenze eines Minijobs nicht. Zusätzliche Abgaben fallen weder für deinen Arbeitgeber noch für dich an, weil der Bonus steuer- und sozialabgabenfrei ist.

Auch gut zu wissen: Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit kurzfristigen Minijobs können die Prämie ebenfalls erhalten.

Die Corona Bonuszahlung auf einen Blick

Wie kann das aussehen?

Um das Ganze zu verdeutlichen, hier ein Beispiel: Eine Minijobberin hilft einer 4-köpfigen Familie regelmäßig bei der Hausarbeit. Sie reinigt die Wohnung, wäscht und bügelt. Bei wöchentlich 6 Stunden und einem Stundenlohn von 12,50 Euro verdient sie 300 Euro pro Monat. Ihr Arbeitgeber, die Eltern zweier Grundschüler, sind voll ausgelastet: Sie erledigen ihre Vollzeitjobs von zu Hause aus und haben während Corona ihren Kindern beim Distanzlernen mit Rechtschreibung, Einmaleins & Co. geholfen.

Dass die Minijobberin den Eltern so viel Hausarbeit abgenommen hat, ersparte ihnen viel Stress. Die beiden wissen das zu schätzen – um ihre Dankbarkeit zu zeigen, zahlen sie ihr eine einmalige Prämie in Höhe von 250 Euro. Die Minijob-Zentrale müssen sie darüber nicht informieren.

Hast du Erfahrung mit der Bonuszahlung im Minijob? Dann schreibe uns in den Kommentaren!

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