Nebenjob als Babysitter – was du wissen solltest

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Kinderbetreuung ist ein toller Nebenjob. Dabei machst du mehr als nur die Kinder zu Bett zu bringen und auf die Rückkehr der Eltern zu warten. Die Aufgaben sind vielseitig – und du betreust nicht weniger als das Allerheiligste der Eltern. Da lohnt es sich, mit möglichst viel Wissen und Ideen loszulegen. Bei uns erfährst du, was zum Job dazu gehört, welche Fähigkeiten du mitbringen solltest und wir geben dir wertvolle Tipps für deinen Nebenjob als Babysitter.

Wie sieht ein Nebenjob als Babysitter aus?

Was du genau zu tun hast, hängt vom Alter deines Schützlings ab, wofür die Eltern Unterstützung suchen und natürlich davon, was du anbieten möchtest:

  • Wenn die Eltern in ihren Jobs länger arbeiten, als die Kinder in Kita & Co. sind, dann springst du als Kinderbetreuer oder Kinderbetreuerin ein. Du holst sie zum Beispiel mittags oder nachmittags ab und betreust sie dann zu Hause, kochst vielleicht für sie und spielst mit ihnen – Spielplatzbesuche inklusive.
  • Schulkindern hilfst du bei den Hausaufgaben und sorgst für Ausgleich durch Spiel und Spaß. 
  • Betreust du ein Baby, ist es vielleicht das erste Mal, dass die Eltern wieder zu zweit ausgehen oder einen Termin gemeinsam wahrnehmen. In diesem Fall brauchen alle Beteiligten eine gute Vorbereitung. Je nach Tageszeit und Alter gehören Füttern, Wickeln und zu Bett bringen zu deinen Aufgaben. 

Welche Fähigkeiten sind wichtig in der Kinderbetreuung?

Du wirst mit verschiedenen Anforderungen in Berührung kommen. Je nach Situation und Alter der Kinder kannst du Ansprechpartner sein, Entscheiderin, cooles Vorbild, bester Freund, Lieblingstante – jemand Erwachsenes, der nicht Mutter oder Vater ist, kann für Kinder eine ganz besondere Bezugsperson werden. Hier sind „Soft Skills“ das A und O. Du brauchst: 

Einfühlungsvermögen

Empathie, also die Fähigkeit, dich in andere hineinzuversetzen, ist hier unverzichtbar. Ob du es nun mit einem schreienden Baby zu tun hast oder einem Kindergarten-Kind, das seine Eltern vermisst – in der Kinderbetreuung ist es wichtig, die Bedürfnisse deiner Schützlinge zu erkennen und auf sie einzugehen.

Geduld

Ohne Geduld läuft in der Kinderbetreuung nichts: Es kann dauern, das Kind zu Bett zu bringen, wenn der Schützling beim Waldspaziergang trödelt oder das Baby sich beim Brei essen Zeit lässt. 

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Du „kannst gut“ mit Kindern

Als Kinderbetreuung sollte es dir Spaß machen, für die Kleinen da zu sein. Vielleicht hast du jüngere Geschwister, auf die du mal aufgepasst hast? Auch diese Erfahrung hilft. Kinder merken auch, ob du interessiert bist an ihren Ideen, Anliegen und Fragen hast. Ein gewisses Grundinteresse an Kinderthemen sollte also nicht fehlen. 

Kreativität

Auch dein Einfallsreichtum ist gefragt: Bringe deine Ideen ein für Spiele, Bastelspaß und Ausflüge. Wenn die Kinder unterhalten und happy sind, dann ist das schon mal die halbe Miete.

Humor

Natürlich hast du die Verantwortung für deine Schützlinge und achtest darauf, dass es nicht zu heiß hergeht, sie nicht in Gefahr geraten oder sich verletzen. Eine Prise Humor ist in der Kinderbetreuung aber mehr als hilfreich. Mit den Kindern lachen zu können und sie zum Lachen zu bringen, entschärft manche Lage.

Verlässlichkeit

Nicht nur Spiel & Spaß sind wichtig – du musst dich bei einem Nebenjob als Babysitter auch an Absprachen halten können. Also zum Beispiel, wann die Kleinen ins Bett gebracht werden, ob und wie viel sie fernschauen dürfen oder ob Hausaufgaben zusammen erledigt werden sollen.

Tipps für den Nebenjob als Babysitter

  • Lerne das Kind unbedingt vor deinem ersten Einsatz kennen. Dann können du und die Familie euch schon mal beschnuppern und schauen, ob es zwischen euch passt. Beim ersten Einsatz kann es bei jüngeren Kindern auch helfen, wenn die Eltern die ganze Zeit dabei sind – so können sie dich in alle Gegebenheiten einweisen und sind immer in Rufbereitschaft. Erfahre mehr darüber, wie du im Minijob Vertrauen aufbaust zu deinem Arbeitgeber oder deiner Arbeitgeberin.
  • Stelle im Kennlern-Gespräch Fragen zum Schützling: Wie lange darf er oder sie aufbleiben? Was ist das Einschlafritual? Was ist sein oder ihr Lieblingsessen? Wenn du verstehst, wie das zu betreuende Kind tickt, hilft dir das enorm.
  • Lege mit den Eltern genau die Aufgaben fest: Was sollst du übernehmen und was traust du dir zu – und was nicht? Das hilft auch den Eltern einzuschätzen, welche Tätigkeiten sie dir anvertrauen wollen.
  • Während deiner Arbeit kann es immer mal vorkommen, dass Fragen aufkommen und du Infos oder du eine Rückversicherung brauchst. Also: Lass dir vor deinem ersten Einsatz alle wichtigen Telefonnummern geben, am besten von beiden Eltern oder anderen Bezugspersonen.
  • Schenke dem Kind deine volle Aufmerksamkeit. Denn wenn du während der Arbeit auf deinem Smartphone unterwegs bist, verpasst du es womöglich, wenn dein Schützling nach dir verlangt oder eigentlich betreut werden muss.
  • Wie funktioniert das Babyfon? Wie der Flaschenwärmer? Lass dir vor deinem ersten Einsatz die grundlegende Technik erklären. So weißt du beim Arbeiten Bescheid und kommst nicht ins Schwitzen.
  • Absolviere ein Babysitter-Diplom. Das ist ein mehrtägiger Kurs, in dem du die wichtigsten Punkte zur Kinderbetreuung lernst, unter anderem zu gesunder Ernährung, Baby- und Kinderpflege und zum Verhalten bei Notfällen. Beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz bietet solche Kurse an.

So kannst du Kinder je nach Alter beschäftigen

Kleinkinder durch Vorlesen fördern

Viele kleine Kinder haben ein Lieblingsbuch – und lieben es, aus diesem wieder und wieder vorgelesen zu bekommen. Steig darauf ein und glänze beim Vorlesen. Das fördert nämlich die Entwicklung von Babies und Kleinkindern und macht sie gleichzeitig happy. Damit liegst du also selten falsch.

Kindergarten-Kinder mit Basteln bespaßen

Ob Stempel aus Kartoffeln oder herbstliche Laub-Basteleien – viele Kindergarten-Kinder lieben Basteln. Und gleichzeitig fördert es ihre Kreativität und Feinmotorik. Also unser Tipp: Plane bei deiner Kinderbetreuung einen Nachmittag mit Buntstiften, Bastelpapier & Co. ein – die Kinder haben einen Riesenspaß und können den Eltern stolz die Ergebnisse präsentieren.

Grundschulkinder an die frische Luft bringen

Grundschulkinder haben oft Unmengen an Energie, die raus will. Also nichts wie los nach draußen, zum Beispiel in den Park – am besten je nach Alter mit Laufrad, Roller, Fahrrad & Co. Geht am besten nur auf den Spielplatz, wenn dort gerade nicht viel los ist – um das Risiko einer Ansteckung mit Corona zu minimieren. Wenn du die Möglichkeit hast, mach mit deinem Schützling einen Waldspaziergang. Für größere Kinder sind Nachtwanderungen mit Taschenlampen der Renner. Ganz wichtig: Sprich deine Pläne mit den Eltern ab – sie müssen immer wissen, wo sich ihr Kind befindet.

Hast du weitere Tipps für den Nebenjob als Babysitter? Dann lass sie uns in den Kommentaren wissen!

Du willst jetzt auch in einem Nebenjob als Babysitter arbeiten? Dann gib in der Haushaltsjob-Börse eine Anzeige auf oder suche in bestehenden Anzeigen! Wenn du in deinem Minijob lieber Erwachsene betreuen willst, dann suche dir einen Job in der Seniorenbetreuung.

Und ganz wichtig: Lass deinen Minijob anmelden, denn nur so bist du abgesichert.

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