Vertrauen: Schlüssel zum guten Miteinander

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Das Vertrauen deines Arbeitgebers zu gewinnen, ist für dich als Minijobber im Privathaushalt besonders wichtig. Denn oft werden Haushaltshilfen eng in das tägliche Leben mit einbezogen. Sie haben Zugang zur Wohnung und damit zum persönlichen Lebensbereich des Arbeitgebers. So hat zum Beispiel jede zweite Haushaltshilfe einen Schlüssel zur Wohnung.

Solch ein gutes Verhältnis aufzubauen, braucht etwas Zeit – hält dafür dann aber oft besonders lange: Jedes sechste Beschäftigungsverhältnis im Privathaushalt besteht seit mehr als 10 Jahren. Und wer einmal einen Draht zum Arbeitgeber hat, wird geschätzt und kommt auch für andere Aufgaben in Frage: 82 % der Arbeitgeber, die ihre Haushaltshilfe angemeldet haben, würden ihr auch ihre Kinder anvertrauen.

Hier kommen unsere Tipps, die von Anfang an für gute Stimmung sorgen:

Unsere Checkliste für eine gute Zusammenarbeit

1. Die Weichen stellst du schon beim ersten Gespräch

Der gute erste Eindruck zählt tatsächlich immer noch – und den kannst du direkt im ersten Gespräch machen. Stelle bei eurem Gespräch Fragen und zeige Interesse. So forderst du aktiv die Informationen ein, die du brauchst, um durchzustarten und einen guten Job zu machen. 

Wenn du Arbeitserfahrung und Referenzen hast, dann erzähle deinem Arbeitgeber davon. Es ist immer gut zu zeigen, dass du vorangegangene Erfahrung in deinen Job bringen kannst.

Falls dein neuer Arbeitgeber noch nie eine Haushaltshilfe angestellt hatte, kannst du sicherlich auch mit etwas Beratung punkten. Ist dein zukünftiger Arbeitgeber zum Beispiel unsicher, wie lange die Reinigung der Wohnung dauern wird, kannst du beim Einschätzen das Aufwands helfen: Was genau soll gemacht werden, worauf legt der Arbeitgeber Wert? Wie oft sollen zum Beispiel die Fenster geputzt werden? Kennst du diese Erwartungen, kannst du sagen, wie lange du brauchen wirst.

2. Wer nicht fragt, bleibt dumm 

Diesen Spruch kennen wir zwar alle aus der Sesamstraße. Vielen Menschen trauen sich aber trotzdem nicht, Fragen zu stellen. Sie machen lieber jahrelang etwas womöglich sogar falsch, anstatt offen zu zeigen, dass sie es nicht wissen. Um deinen Job verantwortungsvoll machen zu können, ist es jedoch wichtig, dass du alle Unklarheiten aus dem Weg räumst. Also trau dich und stelle deine Frage.

Du arbeitest schon ein paar Wochen auf deinem neuen Job? Super, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um deinen Arbeitgeber um Feedback zu bitten. Frage zum Beispiel, was du besser machen könntest – und natürlich auch, was du gut machst 😉 So zeigst du, dass du dazulernen willst und ein ehrliches Interesse daran hast, deine Arbeit gut zu machen.

3. Kehre nichts unter den Teppich

Eine Hand hebt einen zerbrochenen Handspiegel auf.

Uns allen können Fehler passieren, und das gilt auch für den Job. Aber auch wenn es unangenehm sein mag, ein Missgeschick zuzugeben, gilt: lieber ehrlich sein. Wenn du beim Saubermachen etwas kaputt machst, dann sprich deinen Arbeitgeber offen darauf an und entschuldige dich.

 4. Kleine Geste, große Wirkung

Dir fällt beim Saubermachen ein Fleck auf dem Teppich auf – und du entfernst ihn gleich. Spinnenweben an der Zimmerdecke haben bei dir keine Chance: Du machst sie weg, auch wenn du dafür noch mal die Leiter holen musst. Wenn du ein Auge auf solche kleinen Dinge hast, freut sich dein Arbeitgeber sicherlich über deinen zusätzlichen Einsatz.

5. Achtung, vertraulich!

Wenn dein Arbeitgeber dir vertraut, steigen die Chancen, dass er dich längerfristig beschäftigen wird. Denn er hat gesehen, dass du deinen Job gut machst und er sich auf dich verlassen kann. Doch Vertrauen entsteht oft nicht von heute auf morgen. Es dauert einfach etwas, bis man versteht, wie der andere „tickt“. Also gebt euch etwas Zeit, euch aufeinander einzustellen.

Vertrauen ist gut, Anmeldung ist besser

Dein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, dich als Minijobber oder Minijobberin anzumelden. Darüber hinaus ist es eine schöne Art, dich wertzuschätzen und etwas zurückzugeben. Denn mit einer Anmeldung bei der Minijob-Zentrale wirst du offiziell gegen Arbeitsunfälle abgesichert, du profitierst von bezahltem Urlaub und du bekommst deinen Lohn in verschiedenen Fällen weitergezahlt, zum Beispiel wenn du krank bist. Dein Arbeitgeber hat dann ein ruhiges Gewissen, denn du bist abgesichert und deine Anstellung ist legal. Und auch er profitiert durch die Anmeldung von Vorteilen, insbesondere bei der Steuer – letztendlich habt ihr also beide etwas davon.


Also: Sprich deinen neuen Arbeitgeber gleich auf die Anmeldung an, damit von Anfang an alles stimmt. Anmelden könnt ihr dich in einigen Klicks durch das Haushaltscheck-Verfahren.

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