So bist du als Minijobber abgesichert

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Mit einem 450-Euro-Minijob bist du in der Renten- und Unfallversicherung abgesichert. Welche Ansprüche du durch deinen Minijob hast, erklären wir dir in unserem Beitrag.

Versicherungspflicht in der Rentenversicherung

Als Minijobber bist du versicherungspflichtig in der Rentenversicherung und zahlst von deinem Verdienst einen eigenen Beitrag. Dadurch hast du einen Anspruch auf das volle Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das hat zahlreiche Vorteile für dich:

  • Du bekommst zum Beispiel für jeden Monat der Beschäftigung im Minijob einen Wartezeitmonat für die Rente. Wartezeitmonate sind wichtig für deinen späteren Rentenanspruch. 
  • Dein Verdienst wird nicht nur anteilig, sondern in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt.
  • Du hast die Möglichkeit, die staatlichen Förderungen der Riester-Rente zu erhalten.
  • Deine Beitragszeiten als Minijobber zählen zur Grundrentenzeit.
  • Du hast einen Anspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersvorsorge.

Gut zu wissen: Die Vorteile der Rentenversicherungspflicht gelten sowohl für Minijobs im gewerblichen Bereich als auch für Minijobs im privaten Haushalt.

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht möglich

Als Minijobber hast du die Möglichkeit, dich von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien zu lassen. Dann zahlst du keinen eigenen Beitrag mehr und nur dein Arbeitgeber zahlt weiterhin pauschale Beiträge zur Rentenversicherung. Wenn du dich für die Befreiung entscheidest, hast du keinen Anspruch mehr auf die vollen Leistungen der Rentenversicherung. Welche Auswirkungen die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht hat, kannst du in unserem Beitrag “Rente: So sorgst du mit einem Minijob vor” nachlesen.

Vor einer Entscheidung für oder gegen die Rentenversicherungspflicht in deinem Minijob, solltest du dich von der Deutschen Rentenversicherung über mögliche Konsequenzen aufklären lassen.

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Unfallversicherung im Minijob

Als Minijobber bist du bei einem Arbeitsunfall, Arbeitswegeunfall oder einer Berufskrankheit versichert. Der Unfallversicherungsträger übernimmt in diesen Fällen die Kosten für die Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus sowie die Kosten für Arznei- und Hilfsmittel. Für diesen Schutz musst du selber nichts zahlen. Nur dein Arbeitgeber zahlt einen Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung. 

Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber

Bei Krankheit hast du einen Anspruch auf Fortzahlung deines Verdienstes durch den Arbeitgeber. Dieser Anspruch besteht bei derselben Krankheit für bis zu sechs Wochen. In dieser Zeit muss dir dein Arbeitgeber deinen Verdienst in voller Höhe weiterzahlen. Die Arbeitszeit, die aufgrund deiner Erkrankung ausfällt, musst du nicht nachholen. Deinem Arbeitgeber werden sogar 80 Prozent dieser Kosten von der Arbeitgeberversicherung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See erstattet.

Darüber hinaus hast du im Minijob auch einen Anspruch auf Fortzahlung deines Verdienstes bei Erkrankung deines Kindes (sofern dies nicht durch Arbeits- oder Tarifvertrag ausgeschlossen wird), bei Schwangerschaft und Mutterschaft und wenn deine Arbeitszeit infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfallen sollte. 

Gut zu wissen: Nicht nur beim Anspruch auf Entgeltfortzahlung sind Minijobber sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern gleichgestellt. Mehr zu deinen Rechten als Minijobber findest du in unserem Beitrag “Welche Arbeitsrechte hast du als Minijobber?”.

Keine Absicherung als Minijobber in der gesetzlichen Krankenversicherung

Dein Arbeitgeber zahlt für deinen Minijob einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung, wenn du gesetzlich krankenversichert bist. Du selbst zahlst keinen Krankenversicherungsbeitrag. Dein Minijob ist krankenversicherungsfrei, so dass du aufgrund dieses Jobs auch nicht als Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert bist. Damit hast du im Minijob zum Beispiel auch keinen Anspruch auf Krankengeld.

Normalerweise benötigst du auch keinen Krankenversicherungsschutz als Arbeitnehmer im Minijob, weil du bereits anderweitig gesetzlich krankenversichert bist. Oft besteht aufgrund einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung eine Absicherung in der Krankenversicherung oder du bist über deinen Ehepartner oder deine Eltern kostenfrei familienversichert

Mehr Informationen zur Absicherung von Minijobbern in der Sozialversicherung findest du auf der Internetseite der Minijob-Zentrale.

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4 KOMMENTARE

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Arbeitgeber
Arbeitgeber
2 Monate zuvor

Ich verstehe nicht: der AG zahlt in die GKV ein ohne das der Minijobber einen Leistungsanspruch erwirbt? Wofür dann diese Zahlung?

hannes
hannes
5 Monate zuvor

Welche Rente ist damit gemeint, oder sollen die Minijobber nur ein bischen Verarscht werden.🐵😃😃

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